Rauchwarnmelder - Gawa ST

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Rauchwarnmelder

Erläuterung:

Rauchwarnmelder ist der offizielle Fachbegriff für Rauchmelder in privaten Wohnungen und wohnungsähnlichen Bereichen. Bei Rauchwarnmeldern erfolgt die akustische Alarmierung direkt über das Gerät (der Warngeber ist im Gehäuse integriert). Rauchmelder in gewerblichen Brandmeldeanlagen dagegen alarmieren über separate Signalgeber.

Gesetzgebung:

Allen Gesetzestexten zur Rauchmelderpflicht liegt die Anwendungsnorm DIN 14676 zu Grunde:
„In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird."

Rauchmelderpflicht in NRW:

für Neu- und Umbauten:  ab 01.04.2013
für bestehende Gebäude: ab 01.04.2013 bis 31.12.2016

Neuerungen der DIN 14676:

Die novellierte Anwendungsnorm DIN 14676, die im Herbst 2012 veröffentlicht wurde, enthält gegenüber der bisherigen Fassung einige z.T. haftungsrelevante Änderungen. Die Anforderungen zur Montage, Wartung und den Austausch von Rauchwarnmeldern wurden präzisiert. Sonderfälle wie die Montage in besonders schmalen Fluren, bei Räumen mit Podesten und Galerien sowie an schrägen Decken bzw. Folien- oder Textildecken wurden einbezogen. In Bezug auf die Gleichstellung wurden zudem Hinweise zur Berücksichtigung der Warnung von Personen mit eingeschränktem Wahrnehmungsvermögen aufgenommen. Zum Thema Vernetzung von Rauchwarnmeldern wurden ebenfalls die Anforderungen und Informationen zur Anwendung nach anerkanntem Stand der Technik ergänzt. Auch Planungsbeispiele wurden im Anhang der Norm aktualisiert. Gänzlich neu in dieser Norm ist jedoch der Abschnitt 7 „Nachweis der Fachkompetenz für Dienstleistungserbringer". D.h. die Norm sieht jetzt für Projektierung, Installation und Instandhaltung eine „Geprüfte Fachkraft für Rauchwarnmelder" vor. Das Forum Brandrauchprävention erarbeitet zur Zeit ein Ausbildungs-, Prüfungs- und Zertifizierungsschema für den Erwerb des Kompetenznachweises. Dieser soll ab Anfang 2013 erworben werden können.

Planung und Einbau:

Nur der Einsatz von Rauchwarnmeldern nach DIN EN 14604 ist zulässig. 230-V-Rauchwarnmelder müssen über eine Notstromversorgung verfügen, z. B. Batterie oder Akkumulator. Rauchwarnmelder mit einer Rückstellmöglichkeit eines ausgelösten Alarms sollten bevorzugt werden. Beim Einbau ist ein Rauchwarnmelder pro Raum ausreichend, wenn dieser Raum nicht größer als 60 qm ist; bei größeren Räumen sind weitere Rauchwarnmelder erforderlich.
Bei der Mindestausstattung gemäß der DIN 14676 sind Rauchwarnmelder in Schlaf- und Kinderzimmern sowie in den Fluren (Rettungswegen) zu installieren. Bei der optimalen Ausstattung sind außerdem alle Wohn- und Hobbyräume, Heizungs- und Werkräume und der Dachboden mit je einem Rauchwarnmelder zu versehen. In Treppenhäusern oder Räumen mit Galerie ist in der obersten Etage mindestens ein Rauchwarnmelder zu installieren. Besser wäre jedoch ein Rauchwarnmelder auf jeder Ebene. In der Küche sind Rauchwarnmelder nur zu installieren, wenn Falschalarme, z. B. durch Wasserdämpfe, auszuschließen sind. Aus diesem Grund sind auch Badezimmer von der Ausstattung mit Rauchwarnmeldern ausgenommen. Empfehlenswert ist generell, alle Räume mit Rauchwarnmeldern auszustatten (außer Küche und Bad) und einen Rauchwarnmelder auf jeder Ebene zu installieren.

Wartung und Instandhaltung:

Der Rauchwarnmelder ist gemäß Bedienungsanleitung, jedoch mindestens einmal jährlich auf seine Funktion zu überprüfen. Dazu gehört eine Sichtprüfung, ob die Raucheintrittsöffnungen frei zugänglich sind und der Rauchwarnmelder nicht beschädigt ist; Mängel in diesen Punkten müssen sofort beseitigt, ein beschädigter Rauchwarnmelder muss sofort ausgetauscht werden. Gleichzeitig ist eine Alarmprüfung vorzunehmen. Diese beinhaltet die Auslösung eines Probealarms über die Prüftaste. Bei Rauchwarnmeldern mit 230-V-Netzanschluss muss der Probealarm einmal mit und einmal ohne 230-V-Netz durchgeführt werden. Bei Fehlverhalten muss die Batterie ersetzt oder ggf. der Rauchwarnmelder ausgetauscht werden (bei Beschädigung oder starker Verschmutzung).

 
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